Die Leipziger Lerche war im Leipziger Raum bis in die 1870er Jahre beliebt. Für das Gericht wurde die eigentliche Singvogellerche (deutsch: Lerche) verwendet, die mit Kräutern und Eiern gebraten und als Füllung in einem Blätterteigmantel serviert wurde. Allein im Jahr 1720 wurden in Leipzig 400.000 Lerchen zum Verzehr verkauft.

Die Jagd auf die Singvögel wurde 1876 vom sächsischen König Albert I. offiziell verboten, nachdem ihre landwirtschaftliche Bedeutung erkannt worden war. Lokalen Zuckerbäckern wird das Verdienst zugeschrieben, die Lerche erhalten zu haben, indem sie kurz nach dem Verbot die neue, süße Version der Leipziger Lerche kreierten.

Die heutige Version besteht aus einem Mürbeteig, der mit einer Mischung aus gemahlenen Mandeln, Nüssen und einer Kirsche gefüllt ist. Gekrönt wird es mit einem Gitter aus zwei gekreuzten Teigstreifen. Die Bezeichnung Leipziger Lerche ist seit 1998 von der Sächsischen Bäckerinnung geschützt.