Marillenknödel (tschechisch: meruňkové knedlíky, wörtlich: Marillenknödel) sind ein in der österreichischen (insbesondere der Wiener) und tschechischen Küche verbreitetes Gebäck. Marillen ist die österreichisch-bayerische Bezeichnung für Aprikosen.

Die Knödel werden aus einem Teig geformt, in den entsteinte Aprikosen oder Mirabellen eingelegt werden. Sie werden in leicht gesalzenem Wasser gekocht und mit knusprig gerösteten Semmelbröseln und Puderzucker bestreut. Der Teig besteht meist aus Kartoffeln, aber auch Quark und Brandteig werden verwendet.

Heute werden Marillenknödel auch als tiefgekühlte Fertiggerichte angeboten. In der Eisdiele Kurt Tichy in Wien gibt es auch Marillenknödel aus Eis. Der „Teig“ besteht aus Eiscreme und die Streusel aus einer Nuss-Zucker-Mischung.

Ferdinand I. von Österreich bestellte bekanntlich Marillenknödel, als Marillen Saison hatten. Darauf antwortete er: „Ich bin der Kaiser und ich will Knödel!“ [1] Ferdinand I. war der letzte österreichische Kaiser, der Marillenknödel aß.